Montag, 21. Juli 2008

Mein erstes Mal mit Tofu

Eigentlich mag ich die Fleischersatz-Sachen ja nicht wirklich, aber da Tofu in asiatischen Gerichten ganz lecker sein kann, gab es meinen ersten Tofu-Versuch. 
Die Idee kam mir durch das kleine Heftchen „Vegetarisch geniessen“. In dem ist nämlich ein ähnliches Gericht für indisch angehauchtes Gemüse mit dem Sesam-Tofu drin. Die Sesamidee gefiel mir ganz gut, da der weiche Tofu so zumindest außen etwas knuspriger wird - durch das Trocknen soll er zusätzlich weniger wabbelig werden, das habe ich irgendwo mal gelesen.
War ziemlich lecker, beim nächsten Mal werde ich ihn noch etwas länger trocknen oder dünner schneiden.

Beim Kochen gehört: „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, bin immer noch nicht ganz durch.  Sehr spannend, sowohl vom Aufbau, als auch von der Thematik. Ich mag solche verworrenen Geschichten.


Schnabulöses gestern – Tofu im Sesammantel auf Curry-Gemüse mit Reis und Curry-Joghurt-Soße:
 

Tofu, zwei Stücke: 
Tofu (etwa 300g oder etwas mehr) in 2 maximal 1cm-dicke Scheiben schneiden. Dann etwa 10-15min im Ofen bei etwa 75° trocknen (geht wohl in der Mikrowelle etwas besser, passt auf, dass er nicht verbrutzelt!), zwischendurch ein mal vorsichtig umdrehen. Dann die Scheiben von beiden Seiten mit Salz und Chili einrieben, nicht zimperlich sein - Der Tofu schmeckt ja nach nichts. In etwas Mehl, dann in einem verquirltem Ei und anschließend in Sesamkörnern wenden. Erdnussöl oder neutrales Planzenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und die Scheiben von beides Seiten braten, auf ein Küchenpapier legen und mit dem Gemüse anrichten.  

Gemüse für Zwei: 
2 Möhren schälen und in Scheiben schneiden. Im Wok in neutralem Öl andünsten. Zwei Frühlingszwiebeln putzen, in Ringe schneiden und hinzuwerfen. Nebenbei einen halben kleinen Brokkoli in seine Röschen zerteilen, waschen und für 2 Minuten in kochendes Wasser stecken und dann kalt abschrecken. 8 Champignons putzen und in Scheiben schneiden, Zuckerschoten waschen, die Enden abknipsen und mit den Pilzen und Brokkoli mit in den Wok geben. Mit Sojasauce, ein paar Tropfen Sesamöl, Koriander, Kreuzkümmel und Curry würzen.

Joghurtsoße: 
Wenn das Gemüse fertig ist, es aus dem Wok nehmen, die Kochplatte ausschalten und einige Löffel Naturjoghurt in den noch warmen Wok geben. Mit Honig und Salz den Joghurt abschmecken, dann mit Chili, Curry, Sesamöl und Kreuzkümmel würzen.

Kommentare:

Barbara hat gesagt…

Tofu hat echt das Pech, dass er in Deutschland oft den Ruf von Fleischersatz hat, Vegetarier-Schnitzel und so... Dabei kann man leckeres damit anstellen.

Asiatisch angehaucht klingt gut.

Um den Schwarm ganz anzuhören, muss man aber lange kochen, oder?! :-)

Marcie hat gesagt…

ich mag Tofu. Ist so schön neutral und man kann mit Würze so viel verschiedenes daraus machen.

Wenn dir die Geschichte vom Schwarm gefällt, solltest du es unbedingt auch lesen, denn die Hörbuch-Version ist leider stark gekürzt. Das Buch ist wahnsinnnig gut.

mipi hat gesagt…

Das sieht nicht wie Fleischerstz, sondern eher wie eine Scheibe Toastbrot aus. Irgendwie kann ich mich mit Tofu nicht anfreunden. Ansonsten liest sich das Rezept durchaus lecker.

Anonym hat gesagt…

ich find tofu immer so fad...
vielleicht sollt ichs mal mit currygemüse probieren...
danke für den tip. : )

ist das eigentlich die nordstadt, die man von deinem balkon sieht?

min hat gesagt…

ähm. tschuldigung...
ich wollte nicht anonym sein...

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Ja, ich bin jetzt bei CD 6 oder 7, wenn ich Zeit habe, werde ich es wohl auch noch mal lesen -Geschichte und Erzählweise sind wirklich kurzweilig.

@mipi
Na hier ist es ja auch nur Tofu und nicht Fleischersatz. ;) Aber stimmt, mit dem Sesm und der Farbe hat es tatsächlich etwa von Toast. *kicher*


Jetzt musste ich auf dem Stadtplan nachsehen, ich glaube eher Richtung Oststadt, aber das ist ja nicht so richtig weit entfernt. ;)