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Dienstag, 23. Dezember 2008

Uff.

Geschenke besorgen, Besuche planen, einkaufen, Weihnachtsessen auf die Beine stellen, Glühwein trinken, Geschenke einpacken, ... Das war doch ganz schön viel Stress in letzter Zeit.
Umso mehr freue ich mich nun über die freien Tage und dass so gut wie alles erledigt und besorgt ist. Daher war am Adventssonntag ein wenig mehr Zeit zum Kochen und ich habe mich an den lang geplanten Knödeln versucht. Wie alles Kartoffelige mag ich auch diese sehr gern, nur als Beilage zu Rotkohl als traditionelles Weihnachtsessen, wenn man auf das Fleisch verzichtet, sind sie doch etwas langweilig. Stattdessen habe ich in Pilzgulasch gemacht, in das ich versuchsweise ein paar Maronen mit hineingegeben habe. 
Es war unglaublich lecker! Wäre das Weihnachtsessen nicht schon geplant, würde ich meiner Familie dies glatt vorsetzen. Sehr würzig und passt perfekt zu den Knödelchen.







Schnabulöses gestern – Kleine Kartoffelknödel zu Pilzgulasch mit Maronen:










Knödel, 12 Stück, 3-4 Portionen:
600g vorwiegend festkochende Kartoffeln schälen und in einem Topf mit Deckel mit etwas Wasser garen. Die Kartoffeln mit einer Kartoffelpresse zerdrücken und mit einer Prise Salz und so viel Kartoffelmehl (etwa 130g), dass der Teig beim Formen nicht mehr klebt, vermischen. Nun kleine Knödel formen, diese können auch gut vorbereitet und später gegart werden.
Wasser in einem Topf zum Sieden bringen, Knödel hineingeben, 5 Minuten kochen lassen und dann 10 Minuten im warmen Wasser ziehen lassen.


Pilzgulasch, 3-4 Portionen:
Ein großes Glas mit getrockneten Pilzen (z.B. Stein- oder Birkenpilze) zur Hälfte füllen, mit warmen Wasser übergießen und gut einweichen lassen.
250g Esskastanien kreuzweise einritzen, für etwa 10min (bis die Schale aufspringt) in den vorgeheizten Ofen geben, dann in eine Schüssel füllen, sie mit kochendem Wasser übergießen und dieses kalt werden lassen. Danach die Maroni aus ihrer Schale befreien und zur Seite legen.
300g Champignons und 100g Kräutersaitlinge putzen und in Scheiben schneiden, eine größere Gemüsezwiebel schälen und fein würfeln. Nun die Pilze in zerlassener Butter scharf anbraten und sobald sie leicht gebräunt sind, die Flamme herunterdrehen und die Zwiebeln mit andünsten. Die eingeweichten Pilze etwas ausdrücken und in kleine Stücke schneiden, auch sie mit in die Pfanne geben. Sobald die Zwiebeln glasig sind, die Maroni dazugeben. Nun alles mit einem groooßen Schluck Weißwein ablöschen. Das Einweichwasser der Pilze (Vorsicht, unten setzt sich manchmal etwas Erde ab) nach und nach mit dazugeben und etwa 350ml Sahne oder Sahneersatz dazu gießen. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und einköcheln lassen. Wer mag, kann etwas Kartoffelmehl mit Milch verrühren und das dann zügig unterrühren, damit die Soße etwas besser andickt. Abschmecken und kurz vor dem Essen gehackte Petersilie dazugeben.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Wie fies.

Da freuten wir uns auf die letzten und so vernünftig eingeteilten Steinpilze und dann kamen uns Würmchen zuvor und ließen uns gerade mal zwei Miniatur-Exemplare übrig. Da das nicht wirklich reichte, um ein Gericht daraus zu basteln, entschied ich mich, eine Soße zu machen, die ich mit getrockneten Pilzen strecken konnte. 
Das große Steinpilz-Essen holen wir dann aber nach.


Beim Kochen gehört: Den Anfang von „Lycidas“ von Christoph Marzi, der erste Teil einer Fantasyroman-Reihe. Emily Laing wächst in einem Waisenhaus auf, bis sie eines Tages auf eine sprechende Ratte trifft, die sie bittet, auf eines der neuangekommenen Kinder aufzupassen. Bald darauf wird eben dieses von einer werwolfartigen Gestalt entführt und Emily kann aus dem Waisenhaus fliehen. Von der Ratte und einem Alchimisten, der sich ihrer annimmt, erfährt sie mehr über ihre Herkunft und über eine Stadt, die unterhalb Londons liegt und begibt sich mit ihnen auf die Suche nach dem Kind. Die Geschichte scheint recht unterhaltsam zu sein, ist mir aber ein bisschen zu fantasylastig, ohne den Leser wirklich in seine Welt zu führen.



Schnabulöses heute – Selbst gemachte Bandnudeln mit Waldpilzsoße:





Bandnudeln für Zwei:
Etwa 250g gesiebtes Mehl mit Salz und zwei Eiern gut verkneten. Ist der Teig zu klebrig, Mehl dazu geben, ist er zu trocken, etwas Olivenöl mit untermischen. Nun den Teig eine halbe Stunde/Stunde ruhen lassen.
Den Teig danach in 4 Teile teilen und diese relativ dünn ausrollen (ich habe mit der Nudelmaschine Stufe 7 von 9 gewählt, man kann natürlich auch ein Nudelholz nehmen). Damit die Teigplatten nicht zusammen kleben, sie gut bemehlen und irgendwo drüber hängen oder Tücher dazwischen legen. Wasser in einem großen Topf zum Sieden bringen. Die Nudeln in Streifen schneiden und 2-3Minuten ins Wasser geben. Dann kalt abschrecken, damit sie nicht zusammen kleben und kurz vor dem Servieren, dass heiße Nudelwasser über sie gießen, sie abtropfen und auf den Teller geben.

Soße:
Die Steinpilze und 3 Frühlingszwiebeln putzen und in Scheiben schneiden. Dann beides in viel Öl andünsten und eine kleine, fein gehackte Knoblauchzehe hinzugeben. Eine halbe Tasse voll getrockneter Pilze (Steinpilze oder gemischte – wenn frische Pilze da sind, braucht man entsprechend weniger oder gar keine) in warmen Wasser einweichen.
Nun die Pilze mit ordentlich Weißwein ablöschen, etwas Milch hinzugeben, 200g Frischkäse einrühren und alles einköcheln lassen. Die eingeweichten Pilze klein schneiden und in die Soße geben. Etwas von dem Einweichwasser hinzugeben (Vorsicht, unten setzt sich manchmal etwas Erde ab, notfalls filtern). Die Soße mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Honig abschmecken. Je nach Bedarf mit etwas Milch verdünnen oder noch etwas Wein oder Einweichwasser unterrühren.
Nun nur noch Petersilie waschen, hacken und unterrühren.

Samstag, 25. Oktober 2008

Gnocchi die Zweite

Obwohl es letztens erst Gnocchi gab, hatten wir sie heute noch mal ... Zum einen schmecken selbst gemachte Gnocchi viiieel leckerer und zum anderen kann man sie doch kaum zu häufig essen, erst recht nicht mit Steinpilzen. Die haben wir lieberweise von meinen Eltern geschenkt bekommen. Mmmhhhh, sehr großartig!

Beim Kochen gehört: Den Rest von „Die letzte Spur“. Die Journalistin Rosanna  ist auf der Suche nach ihrer Freundin Elaine, die vor 5 Jahren auf dem Weg zu Rosannas Hochzeit verschwand, nachdem sie auf dem Flughafen weinend mit einem Mark zusammen krachte, der ihr einen Schlafplatz gab. Gemeinsam mit diesem Mark stößt sie auf ihrer Suche über eine andere junge Frau, die unter Elaines Namen lebt.
Sehr spannend und zeitverschoben erzählt.



Schnabulöses heute – Knusprige Gnocchi mit Steinpilzen und Schalotten:






Gnocchi für Zwei:
6-7 kleinere Kartoffeln entweder schälen, kochen und ausdämpfen, sodass sie nicht mehr feucht sind, oder aber in Alufolie wickeln, für 30-45min in den Ofen stecken, sodass sie gar sind (zur Probe mit einem spitzen Messer piksen), und dann pellen.
Währenddessen drei Schalotten schälen und in dünne Scheiben schneiden. Dann 3-4 Steinpilze putzen (mit einem scharfen Messer und eventuell einem feuchten oder trocknen Papiertuch reinigen und dann durchschneiden, um zu schauen, ob sie frei von Gängen sind) und in dünne Scheiben schneiden.
Die noch warmen Kartoffeln, sobald sie gar sind, durch eine Kartoffelpresse zerdrücken, salzen und etwas frisch geriebene Muskatnuss dazu geben. Ein Ei und so viel Mehl, dass der Teig formbar wird, unterkneten. Dann Wasser in einem weiten Topf zum Sieden bringen. Immer etwa 10-15 Gnocchi aus dem Teig formen und ins Wasser geben. Wenn sie oben schwimmen, nimmt man sie mit einer Schaumkelle heraus, schreckt sie kurz ab und lässt sie in einem Nudelsieb trocknen.
Nun etwas Butter in einer Pfanne schmelzen und die Gnocchi hineingeben. Wenn sie anfangen, braun zu werden, sie Schalotten und als nächstes die Steinpilze dazu geben. Nun alles knusprig werden lassen und mit Salz und Pfeffer würzen. Petersilie hacken und darüber streuen.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Großartig!

Ja, wirklich – Diese Suppe kommt eindeutig zu meinen Lieblingsessen für kalte Tage. Nachdem die Woche doch etwas stressig war, der Hals schmerzte und es draußen teilweise so ungemütlich ist, wollte ich uns Zweien am Wochenende eine Suppe machen. Suppen (abseits derer, die ich schon kenne) sind eigentlich nicht so mein Ding, da ich nie genau weiß, wie ich anfangen soll, aber das Ausprobieren hat sich gelohnt. Zu den Pilzen kam es dank meiner Pilzvorliebe und die Idee mit den Kartoffeldingern ist angelehnt an die Crôutons aus der Kartoffelsuppe. Sehr würzig und lecker, die Knusperscheiben passen gut dazu.


Beim Kochen gehört: Garth Nixs „Kalter Mittwoch“. Obwohl ich nun schon den dritten Teil höre, fällt es mir immer noch schwer, die Geschichte zusammenzufassen, da Vieles noch nicht erklärt wurde. Neben unserer Welt (eines der „Sekundären Reiche“) existiert das so genannt „Haus“, das von der Schöpferin, der Architektin, erschaffen wurde. Diese hat ein Vermächtnis hinterlassen, das in 7 Teilen an verschiedene Vertreter geben wurde – und damit auch die Macht über die Gebiete des Hauses. Jeder Vertreter besitzt einen Schlüssel, der gewisse Zauberkräfte besitzt und die Macht über einen Wochentag (an diese kann er auch Einfluss auf unsere Welt nehmen). Die Stellvertreter halten sich nun aber nicht an das Vermächtnis und unser Held, als rechtmäßiger Erbe, versucht nun nach und nach alle Teile und Schlüssel zusammen zu bekommen. Montag und Dienstag hat er schon besiegt und jetzt setzt er sich mit Mittwoch auseinander.





Schnabulöses gestern – Pilzsüppchen aus Champignons und Waldpilzen mit knusprigen Kartoffelscheiben:










Pilzsüppchen, 4 Teller:
Etwa 300g Champignons putzen und bis auf 2-3 diese klein schneiden und in Olivenöl in einem weiten Topf andünsten. Währenddessen 4 Frühlingszwiebeln oder kleine Zwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Diese zu den Pilzen geben und unterrühren andünsten, bis die Pilze Farbe angenommen haben.
Eine kleine Hand voll getrockneter, gemischter Waldpilze in warmen Wasser einlegen. Die Pilze im Topf mit einem großen Schluck Weißwein ablöschen und etwas Gemüsebrühe in einem Liter Wasser auflösen und dazu geben. Alles köcheln lassen und dann ein pürieren. Die restlichen Champignons in Scheiben schneiden und dazu geben. Die eingeweichten Pilze fein hacken und mit dem Einweichwasser (unten kann sich etwas Erde absetzen) zu der Suppe geben. Nun eine halbe Packung Frischkäse mit einem Schneebesen unter die Suppe rühren und alles mit Salz und Pfeffer abschmecken. Einen grooooßen Schuck Sahne (ich habe Schlagsahne genommen, da die hier noch rumstand) dazu gießen, je nach Geschmack.
Nun 1 kleine Kartoffel pro Teller abwaschen in möglichst dünne Scheiben schneiden. Öl in einer Pfanne heiß werden lassen und sie von beiden Seiten anbraten. Nun etwas frische Petersilie waschen, trocken tupfen und hacken. Die Suppe gut verrührt mit beidem servieren.

Samstag, 27. September 2008

Klassiker in neuer Form

Eigentlich ruft das Wort Kohl in mir eine ziemliche Skepsis hervor. Neben Grünkohl ordnet sich Wirsing ganz oben auf meiner Skepsis-Skala ein, obwohl ich mich gar nicht erinnern kann, dass ich den Geschmack nicht mag, sondern wohl eher allein mit dem Wort und der Vorstellung dazu so meine Probleme habe. „Wiiiirsink“ klingt einfach nicht wie etwas, das ich mag. Nachdem ich nun aber versuche, mich auch an mir unbekanntes Gemüse heranzuwagen und mir sagen lassen habe, vegetarische Kohlrouladen könnten auch sehr lecker sein, habe ich ein Teil des Wirsing meines Liebsten zu gefüllten Päckchen verarbeitet. Da ich mir nicht sicher war, was geschmacklich passt, habe ich mich für eine eher ungewöhnliche Kombination entscheiden. Und was soll ich sagen, tatsächlich, auch Wirsing schmeckt, nur sonderlich hübsch anzusehen ist es nicht.


Beim Kochen gehört: Internetradio, ging ja ganz fix.



Schnabulöses vorgestern – Wirsingpäckchen mit Curry-Kichererbsen-Füllung zu Tomatensugo und Knusperkartoffeln:






Wirsingpäckchen, 6 Stück (zwei pro Person):
Etwa 200-250g getrocknete Kichererbsen über Nacht in Wasser einlegen und morgens das Wasser wechseln. Die Hülsenfrüchte dann kochen lassen bis sie weich werden und mit etwas von dem Kochwasser pürieren. So viel Wasser unterrühren, bis die Masse cremig, aber noch fest ist. Mit Salz, etwas Zucker, Currypulver und Kreuzkümmel abschmecken und 2 gehackte Knoblauchzehen und etwas gehackte Petersilie dazu geben.
6 mittelgroße Wirsingblätter (ich habe welche von der Mitte des Kohls genommen, ansonsten einfach etwas mehr Füllung oder die Päckchen nicht so voll machen) abtrennen und in einem großen Topf 2-3 Minuten kochen, sodass sie biegsam werden. Die Blätter kalt abschrecken, abschütteln und immer ein Sechstel der Füllung unten (da wo der „Stiel“ des Blattes sitzt, aber etwa 2cm nach unten Platz lassen) positionieren, dann den oberen Teil des Blattes über die Füllung schlagen, die Seiten einklappen und das Blatt zu einem Päckchen rollen und mit etwas Garn fixieren.
Die fertigen Wirsingpäckchen dann in Öl in einem weiten Topf mit Deckel auf kleiner Flamme schmoren lassen und eventuell umdrehen. Sie brauchen im Topf noch etwa 20min.


Backofenkartoffeln, als Beilage für Zwei:
Etwa 10 kleine Kartoffeln oder mehr (je nach Größe) abwaschen (bei starker Verschmutzung abbürsten) und halbieren oder vierteln. Sie dann in einer Schüssel mit etwas Öl, Salz, Paprikapulver und Chili vermengen, auf ein Backblech legen (die Schnittflächen nach oben) und etwa 20min im vorgeheizen Ofen garen (200°, Ober-/Unterhitze). Wer mag kann sie zum Schluss noch kurz grillen.

Tomatensugo:
Eine große, geputzte Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und in Olivenöl andünsten. Dann eine fein gewürfelte Knoblauchzehe hinzufügen und eine kleine Dose Pizzatomaten dazu gießen. Die Tomaten mit Salz, grobem Pfeffer und etwas Honig oder Zucker würzen und Thymian hinzugeben. Die Soße etwa 20min köcheln lassen und ab und zu umrühren.

Donnerstag, 4. September 2008

Spontane Gemüsepfanne

Da ich letztens eine Pastinake mit nach Hause gebracht habe, die seitdem im Kühlschrank wohnte, sollte es der heute an die Schale gehen. Zunächst plante ich Bratlinge mit Kartoffelbrei und Erbsen, dann kam ich auf die Idee sie mit Möhre und Kartoffeln zu Rösti zu verarbeiten und als ich den Liebsten fragte, redete der von Möhre und Pastinake in Mehlschwitze zu Kartoffeln.
Völlig verwirrt begann ich daher erst mal die Kartoffeln anzubraten, um diese als Beilage zu nehmen. Dann entschied ich mich auch die Möhren mit hineinzugeben und sie doch nicht als Burger zu verarbeiten oder sie dazu servieren und dann kam die bessere Hälfte mit Pfifferlingen nach Hause und da entschied ich mich dann doch ganz spontan für eine Gemüsepfanne mit allem und Pfifferlingen.

Beim Kochen gehört: „Cave canem“ von Akif Pirincci – So ganz zum Schluss wird es doch ein wenig zu unrealistisch, das nimmt der Geschichte ein bisschen den amüsant-spannenden Zauber, schade. Aber insgesamt war es nett.


Schnabulöses heute – Herbst-Gemüsepfanne mit Pfifferlingen:







Gemüsepfanne für Zwei:
5-6 möglichst kleine, vorwiegend festkochende Kartoffeln bürsten, Augen entfernen und sie in je 4 Spalten schneiden. Die Kartoffeln in Öl scharf anbraten. Währenddessen 2-3 Möhren schälen, und in 1-2cm große Stücke schneiden. Die Möhren mit in die Pfanne geben und mit einem Schuss Wasser köcheln lassen. Dann eine Pastinake schälen und in mittlere Stücke schneiden. Nach einigen Minuten, wenn die Möhre bissfest ist, die Pastinake hinzufügen und alles mit etwas Wasser köcheln lassen. Eine Frühlingszwiebel putzen, in Ringe schneiden und andünsten. Dann in einem anderen Topf ein kleines Stück Butter oder Margarine schmelzen, den Topf vom Herd nehmen und etwas Mehl mit einem Schneebesen unterrühren. Dann nach und nach ein wenig Milch unterrühren. Die Soße mit einer Handvoll TK-Erbsen zu dem Gemüse geben und sie mit Salz, Honig, Paprika edelsüß, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Das Gemüse auf kleiner Flamme köcheln lassen, eventuell einen Schluck Sahne dazu geben und dann einige Pfifferlinge putzen und in einer beschichteten Pfanne anbraten (austretendes Wasser wegtupfen). Dann einige Petersilienblätter hacken und zum Gemüse geben.

Sonntag, 31. August 2008

Nicht hübsch, aber lecker

Ich hatte mal wieder große Lust auf Lasagne und wollte ursprünglich eine typische Gemüse-Tomaten-Variante machen. Da ich aber dieses Nudelgericht sehr mag, entschied ich mich für eine Spinat-Pilz-Kombination. Oben drauf kam ein cremiger Schafskäse, allerdings kein Feta, das passte ziemlich gut.
Als die Lasagne im Ofen steckte, wurde ich etwas skeptisch, ob die Kombination nicht zu trocken ist und habe noch schnell eine Tomaten-Frischkäse-Soße zusammengeworfen – Das wäre aber nicht nötig gewesen, sie war auch so super saftig und lecker. Wir haben tatsächlich die ganze Auflaufform leer gegessen.


Beim Kochen gehört: „Cave canem“ von Akif Pirincci – Der Hauptdarsteller und Detektiv ist in diesem Fall mal ein Kater, die einen Serienmord an Hunden und Katzen in seinem Revier aufklären soll. Kein Kinderhörspiel sondern ein amüsant-spannender Krimi in origineller Form.


Schnabulöses heute – Lasagne aus Blattspinat und gemischten Pilzen mit Frischkäse-Tomate-Soße:





Lasagne, eine Auflaufform, etwa 6 Stücke:
Etwa 200g Mehl mit etwas Salz und zwei Eiern verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Dann dünn ausrollen und in etwa 5 auflaufformgroße Stücke teilen. Etwas Nudelteig ist bei mir übrig geblieben, aber wegen der Eier ist der Teig halt nicht genau portionierbar. Die Stücke jeweils etwa eine Minute in siedenem Wasser kochen, abschrecken und zur Seite legen (nicht übereinander legen, sonst kleben sie zusammen - notfalls ein feuchtes Küchenpapier dazwischen legen).
350g Blattspinat auftauen. Eine große Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden. Die Zwiebel andünsten und sobald sie glasig sind 4 frische gehackte Knoblauchzehen und den Spinat hinzufügen. Einige Minuten andünsten und den Spinat mit Salz und Pfeffer abschmecken. 6-7 Champignons putzen, in Scheiben schneiden, anbraten und mit dem Spinat zur Seite stellen.
Eine Handvoll getrockneter gemischter Pilze in lauwarmes Wasser einlegen. Dann die Pilze fein würfeln, in Öl kurz anbraten und mit einem Schluck Weißwein, etwas von dem Einweichwasser und Milch aufgießen. 2 EL Kräuterfrischkäse und etwas gesiebtes Mehl unterrühren und alles andicken lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und zum Schluss gehackte Petersilie hinzufügen.
Die Auflaufform einölen und nun die Nudelplatten und dazwischen 3x Spinat und Champignons und 1x Pilzsößchen schichten. Oben Käse nach Wahl drüber reiben. Dann muss die Lasagne nur noch in den Ofen, bis der Käse braun wird.

Soße:
Ich habe einfach Milch mit etwas normalem und Kräuterfrischkäse verquirlt, einköcheln lassen, Tomatenmark und einige Cherrytomatenscheiben dazu gegeben, mit Salz, Pfeffer, Honig, Knoblauch abgeschmeckt und italienische Kräuter hinzugefügt.

Freitag, 29. August 2008

Mein erster Kürbis

Ich habe bisher noch nicht viel Kürbis gegessen, da ich ihn immer recht langweilig fand, aber nachdem mich letztens einer beim Einkaufen so freundlich anlachte, beschloss ich dem Kürbis noch eine Chance zu geben. Meine bessere und ansonsten allesessende Hälfte war allerdings dieses Mal der skeptischere von uns beiden, nuschelte etwas von „Kürbis ist halt wie Melone“ und bekam daher die nicht so sehr nach Kürbis schmeckende Curry-Version, die er dann auch aß und mochte. Die Taschen waren die Verwertung der letzten 5 Pfifferlinge – Der Teig ist der aus dem Focaccia-Rezept. Ich dachte, mit Champignons und Pfifferlingen aufgefüllt sei das eine gute Idee, falls wir doch beide Kürbis nicht ausstehen können sollten.
Es war das erste Mal, dass ich einen Kürbis zerlegt habe und es hat mich einige Kraft und 2-3 Tröpfchen Blut gekostet, ging aber zum Ende hin mit dem Brotmesser recht gut.



Beim Kochen gehört: Der Rest von „Skullduggery Pleasant“ von Derek Landy. Die furchtbar bösen Bösewichte könnten ein wenig böser und, nun ja, besser sein und sollten vor allem auf Sätze wie „Du hast es kaputt gemacht!“ und „Ha! Fallen dir nun keine Hänseleien mehr ein?“ verzichten, aber in Anbetracht der Zielgruppe sehe ich darüber einfach mal hinweg. 


Schnabulöses gestern – Kürbissuppe in zwei Varianten und dazu Frischkäse-Pilz-Geknusper:







2 Arten Kürbissuppe, insgesamt etwa 4 Teller mit einem kleinen Kürbis:
Einen Hokkaido-Kürbis waschen, den Strunk oben und unten entfernen, entkernen und in Würfel schneiden. Am Besten ging das, indem ich zuerst den Strunk oben entfernte, den Kürbis dann mit einem scharfem Brotmesser und etwas Kraft und Mühe halbierte, dann den Strunk unten entfernte, als nächstes mit einem Löffel die Kerne entfernte und dann den Kürbis in Streifen und Würfel schnitt. Hokkaidokürbisse müssen zum Glück nicht geschält werden.
Dann habe ich die Würfel in scharfem Öl mit einigen Knoblauchzehen angedünstet und nach etwa 5 Minuten Wasser dazu gegeben und ihm mit Deckel köcheln lassen, bis das Fleisch weich würde. Dann habe ich den Kürbis püriert und die Suppe mit Wasser und einem Schluck Sahne aufgefüllt. Sie wurde mit ordentlich Salz, Honig und Pfeffer abgeschmeckt und dann habe ich sie geteilt.
Für die „originale“ habe ich an die Suppe nur noch etwas Zitronensaft, Muskat und Brühe gegeben und zum Schluss etwas Kürbiskernöl mit in den Teller gegeben.
Für die Curry-Variante habe ich mit Chili, Curry, Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma und etwas Ingwerpulver gewürzt.
Beide mit etwas Petersilie servieren.

Geknusper, 2 Stück:
100g Mehl mit einer Prise Salz, einem Esslöffelöl und so viel Wasser wie möglich glatt kneten und eine halbe Stunde ruhen lassen.
4-5 Pfifferlinge und 3-4 Champignons (oder mehr) putzen, klein schneiden und anbraten. Zwei großen Esslöffel Kräuterfrischkäse und einen kleinen Esslöffel Frischkäse mit etwas Mineralwasser glatt rühren und mit Salz, Pfeffer, Honig abschmecken. Gehackte Petersilie und Salbeiblätter zusammen mit den Pilzen dazu geben.
Den Teig in zwei Kugeln teilen, diese ausrollen und je eine Hälfte der Frichkäse-Masse in die Mitte geben. Den Teig dann zusammen klappen und gut zu drücken. Die Teile mit Öl bepinseln und 10-15min in den vorgeheizten Ofen (220° Ober-/Unterhitze) geben.

Dienstag, 26. August 2008

Hallo herbstliche Temperaturen

Da das Wetter momentan ja schon im sehr herbstlichen Gewand vorbeischaut, gab es die Pfifferlinge heute in einer meiner Lieblingssuppen für kalte Tage. Das Rezept habe ich von meiner Mutter übernommen – Ich mag die Kombination der cremigen, von Innen wärmenden Suppe und dem Geknusper sehr.



Beim Kochen gehört: „Skullduggery Pleasant“ von Derek Landy. Es geht um ein Mädchen, dessen Onkel verstorben ist und der ihr den größten Teil seines Besitzes hinterlassen hat. Auf der Beerdigung lernt sie dann eine Gestalt namens Skullduggery Pleasant kennen. Als sie in ihrem Haus von einer merkwürdigen Gestalt angegriffen wird, hilft er ihr – und es stellt sich heraus, dass er nicht nur ein Privatdeketiv und ein Skelett ist, sondern auch noch ein Zauberer. Stephanie, das Mädchen, hilft ihn dann bei seinem Fall, der mit dem Tod ihres Onkel und einem legendären Zepter zusammenhängt.
Die Geschichte ist bisher zwar schon sehr kinderbuchtypisch und manchmal etwas zu glatt und vorgekaut, aber insgesamt sehr kurzweilig und nett. Außerdem wird sie sehr schön und angenehm vorgelesen.



Schnabulöses heute – Kartoffelcremesuppe mit Pfifferlingen und Kartoffelcroûtons:






Kartoffelsuppe, 3 Portionen:
Etwa 500g Kartoffeln (ich habe es sowohl schon mit mehligen als auch mit vorwiegenden festkochenden gemacht, bei letzteren müssen sie halt sehr gar sein) schälen, kochen und dann durch eine Kartoffelpressen pressen oder ein Sieb streichen. Mit Milch und etwas Gemüsenbrühe aufgießen (je nachdem, wie flüssig man sie mag) und 1-2 Stücke Butter und einen Schluck Sahne dazu geben. Die Suppe erhitzen und köcheln lassen. Dann die Suppe mit Salz, grobem Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und abschmecken.
Zwei Kartoffeln schälen, würfeln und in ordentlich Öl knusprig anbraten. Währenddessen 2-3 Handvoll kleine Pfifferlinge putzen und scharf anbraten.

Sonntag, 24. August 2008

Leckeres in Paketen

Da ich beim Bio-Feta-Einkauf für die Pfannkuchen tolle Shiitake-Pilze gefunden habe und uns gestern noch ein Körbchen Pfifferlinge unterkam, sollte es heute mal wieder etwas mit Pilzen geben. Und da es Pfannkuchen, Bratkartoffeln &Co schon zu den Pfifferlingen gab, war mir heute nach Nudeln dazu und zwar irgendwie in einer netten Form. Eigentlich wollte ich die Pilze ja in die Pakete stecken, aber als ich sie geputzt habe und gesehen habe, wie hübsch groß sie sind, habe ich die Idee spontan umgedreht und die Soße in die Nudeln verfrachtet und die knusprigen Pilze seperat dazu gelegt.
Wahrscheinlich brauche ich es eigentlich erwähnen, aber es war natürlich unheimlich lecker – Wie sollte es auch anders sein, bei so vielen Pilzen.

Beim Kochen gehört: Den Rest von „Vampirblut“ von Brian Lumley, Fazit: albern statt gruselig, aber nun bin ich durch. Dafür habe ich mit „Skulduggery Pleasant - Der Gentleman mit der Feuerhand“ von Derek Landy begonnen. Ein sehr nettes und fantasievolles Kinderbuch, aber mehr erzähle ich, wenn ich etwas weiter bin.


Schnabulöses heute – Steinpilz-Weißwein-Sößchen in Nudelpäckchen mit gebratenen Shiitake-Pilzen und Pfifferlingen:




Die Nudeln, etwa 9 Päckchen für Zwei:
Etwa 80g Mehl mit Salz mischen, ein Ei dazu schlagen und alles gut verkneten, eventuell noch etwas Mehl dazu geben. Den Teig in Frischhaltefolie schlagen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Dann den Teig möglichst dünn ausrollen (gut bemehlt, wenn er zu klebrig ist, damit er nicht reisst oder zusammen pappt), ihn in 9 Vierecke (in etwa) teilen, dann jeweils eine Minute ins kochende Wasser werfen und sie abschrecken und abtropfen lassen.
Einen Esslöffel Soße in die Mitte geben, zwei Seiten einschlagen und dann beide Enden in die Mitte schlagen, die Pakete umdrehen und anrichten.

Die Soße für 9 Päckchen:
Zwei Esslöffel getrocknete Steinpilze in warmen Wasser einweichen lassen. Eine Frühlingszwiebel putzen, sie in dünne Ringe schneiden und in geschmacksneutralem Pflanzenöl langsam andünsten. Sind die Pilze weich genug, die ganz fein würfeln und dazu geben Nach 1-2 Minuten mit einem groooßen Schluck Weißwein ablöschen und das Einweichwasser dazu geben (Am Boden setzt sich manchmal etwas Sand ab, das sollte nicht unbedingt mit rein – Wer sich die Mühe machen mag, kann es auch filtern, das ist mir zu fisselig).
Beides einreduzieren lassen und dann mit ordentlich Sahne oder Sahneersatz aufgießen. 1-2 Esslöffel Mehl dazu sieben und mit dem Schneebesen schnell unterrühren, sodass alles etwas eindickt. Mit Salz, Pfeffer und Honig abschmecken. Ganz zum Schluss etwas gehackte Petersilie dazu geben.

Pilze dazu:
Ich habe etwa 80g Shiitake und 200g Pfifferlinge geputzt und große Stücke geteilt. Dann habe ich sie in einer beschichteten heißen Pfanne mit ein wenig Rapsöl angebraten, bestimmt 15min.
Leider geben Pfifferlinge immer etwas Wasser ab und werden davon, praktischerweise, dann schlabberig. Um sie möglichst knusprig zu bekommen, habe ich daher zwischendurch immer mal wieder die Pilze durch die Pfanne gejagt und mit einem Küchenrollentuch das Wasser weggetupft. Das ist etwas mühseelig, lohnt sich aber, da sie so richtig knusprig werden.
Am Schluss mit Salz und grobem Pfeffer würzen.