Dienstag, 28. Oktober 2008

Wie fies.

Da freuten wir uns auf die letzten und so vernünftig eingeteilten Steinpilze und dann kamen uns Würmchen zuvor und ließen uns gerade mal zwei Miniatur-Exemplare übrig. Da das nicht wirklich reichte, um ein Gericht daraus zu basteln, entschied ich mich, eine Soße zu machen, die ich mit getrockneten Pilzen strecken konnte. 
Das große Steinpilz-Essen holen wir dann aber nach.


Beim Kochen gehört: Den Anfang von „Lycidas“ von Christoph Marzi, der erste Teil einer Fantasyroman-Reihe. Emily Laing wächst in einem Waisenhaus auf, bis sie eines Tages auf eine sprechende Ratte trifft, die sie bittet, auf eines der neuangekommenen Kinder aufzupassen. Bald darauf wird eben dieses von einer werwolfartigen Gestalt entführt und Emily kann aus dem Waisenhaus fliehen. Von der Ratte und einem Alchimisten, der sich ihrer annimmt, erfährt sie mehr über ihre Herkunft und über eine Stadt, die unterhalb Londons liegt und begibt sich mit ihnen auf die Suche nach dem Kind. Die Geschichte scheint recht unterhaltsam zu sein, ist mir aber ein bisschen zu fantasylastig, ohne den Leser wirklich in seine Welt zu führen.



Schnabulöses heute – Selbst gemachte Bandnudeln mit Waldpilzsoße:





Bandnudeln für Zwei:
Etwa 250g gesiebtes Mehl mit Salz und zwei Eiern gut verkneten. Ist der Teig zu klebrig, Mehl dazu geben, ist er zu trocken, etwas Olivenöl mit untermischen. Nun den Teig eine halbe Stunde/Stunde ruhen lassen.
Den Teig danach in 4 Teile teilen und diese relativ dünn ausrollen (ich habe mit der Nudelmaschine Stufe 7 von 9 gewählt, man kann natürlich auch ein Nudelholz nehmen). Damit die Teigplatten nicht zusammen kleben, sie gut bemehlen und irgendwo drüber hängen oder Tücher dazwischen legen. Wasser in einem großen Topf zum Sieden bringen. Die Nudeln in Streifen schneiden und 2-3Minuten ins Wasser geben. Dann kalt abschrecken, damit sie nicht zusammen kleben und kurz vor dem Servieren, dass heiße Nudelwasser über sie gießen, sie abtropfen und auf den Teller geben.

Soße:
Die Steinpilze und 3 Frühlingszwiebeln putzen und in Scheiben schneiden. Dann beides in viel Öl andünsten und eine kleine, fein gehackte Knoblauchzehe hinzugeben. Eine halbe Tasse voll getrockneter Pilze (Steinpilze oder gemischte – wenn frische Pilze da sind, braucht man entsprechend weniger oder gar keine) in warmen Wasser einweichen.
Nun die Pilze mit ordentlich Weißwein ablöschen, etwas Milch hinzugeben, 200g Frischkäse einrühren und alles einköcheln lassen. Die eingeweichten Pilze klein schneiden und in die Soße geben. Etwas von dem Einweichwasser hinzugeben (Vorsicht, unten setzt sich manchmal etwas Erde ab, notfalls filtern). Die Soße mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Honig abschmecken. Je nach Bedarf mit etwas Milch verdünnen oder noch etwas Wein oder Einweichwasser unterrühren.
Nun nur noch Petersilie waschen, hacken und unterrühren.

Kommentare:

Denver hat gesagt…

Ein Traum! Sowohl Nudeln als auch die Soße sehen fantastisch aus!

kulinaria katastrophalia hat gesagt…

Mit einem Nudelholz sollen die Nudeln besser werden; wir haben das noch nicht herausgeschmeckt, aber die Armmusklen werden auf jeden Fall mit der Holzvariante besser ;-)

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Danke dir, denver! :)

*Armmuskelnbetracht* Ich glaub, da müsste es ja nur noch Nudeln geben. Da nehme ich den Nerven zu Liebe doch den eventuellen Nachteil im Geschmack in Kauf. ;D

kerstin hat gesagt…

woah, sieht das lecker aus! das wird auf jeden fall nachgekocht!

Pino hat gesagt…

Es sieht nicht nur lecker aus – es hat auch sehr lecker geschmeckt!

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Danke dir, kerstin - Ich hoffe, es wird schmecken! :)

ivana hat gesagt…

Ciao!
Es wird sicher geschmeckt haben!!!
Eine Frage: hast du einfaches Weizenmehl verwendet oder eine Mischung mit Hartweizehnsemola?
Ich wuerde eine kuerzere Kochzeit vorschlagen (ops!), verzeihe, aber als eine alte echte Bolognese Hausfrau erlaube ich mir, das zu schreiben!!!!
Komplimente!!!!!

Ciaooooo!

Food is just a 4-letter word hat gesagt…

Hey, ivana - Leider findet man hier vor allem das grobe Hartweizengries, das feinere für Nudeln ist mir noch nicht begegnet. :/Danke für den Tipp, meist probier ich einfach eine. Da opfert man sich doch gern. ;)

Liebe Grüße!

Ma vie et moi hat gesagt…

Das sieht sooo lecker aus...